Die Zecke kann sowohl die FSME als auch die Borreliose übertragen.
Die Meningitis/Enzephalitis (gr. meninx, meningos Hirn- und Rückenmarkshaut, gr. enkephalos Gehirn) wird durch Viren verursacht, die durch einen Zeckenstich (infizierte Zecke) sofort übertragen werden. Bevorzugter Lebensraum der Zecken sind Gebiete mit hoher Luftfeuchtigkeit, Laub- und Mischwälder, Sträucher, Waldränder, Flusstäler. Zecken sind bereits bei 7° C aktiv und halten sich in niedriger Vegetation ( bis 1,5 m Höhe) auf, sie fallen nicht von den Bäumen. Risikogebiete in Deutschland werden vom RKI (Robert-Koch-Institut) festgelegt.
Nach einem Zeckenstich kommt es etwa 1 – 2 Wochen später zu einer grippeähnlichen Erkrankung (Sommergrippe), wie Kopf- und Gliederschmerzen, Fieber und Schnupfen.
Nach einer fieberfreien Zeit kann es zur Entzündung der Hirnhäute, des Gehirns oder des Rückenmarkes kommen. In dieser 2. Phase leiden Patienten unter hohem Fieber bis 40° C, Kopfschmerzen, Bewusstseinsstörungen und Lähmungen, welche sich zum Teil erst nach Jahren, und evtl. auch nur unvollständig zurückbilden.
Bei einer FSME-Infektion können nur die Symptome behandelt werden, ein sicherer Schutz ist nur durch die vorbeugende Impfung gewährleistet.
Grundimmunisierung bei Erwachsenen
1.Impfung Tag 0 2. Impfung 1 – 3 Monate nach Tag 0 3. Impfung 9 – 12 Monate nach der 2. Impfung Auffrischung abhängig vom Alter 3 – 5 Jahre.
Bei dem Schnellschema sind die Impfabstände der Grundimmunisierung kürzer und der Impfschutz besteht innerhalb von 3 Wochen. Bei Kindern kommen spezielle Impfstoffe zur Anwendung.
Schutz vor Zeckenstichen
Geschlossene und helle Kleidung, lange Hosen und feste Schuhe, Kopfbedeckung bei Kindern.
Nach Aufenthalten in typischen Zeckengebieten den Körper sorgfältig auf Zecken untersuchen. Bevorzugte Stellen sind Kniekehlen, Leistenbereich, Bauchnabel und Achselhöhlen; bei Kindern besonders Kopf, Haaransatz, Hals und Ohren. Sofortige Zeckenentfernung wird empfohlen. |