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Diphtherie (gr. diphthera Haut, Membran)

Zählt zu den großen Seuchen der Menschheit. Die Schwere der Krankheit ist ersichtlich aus früheren Bezeichnungen wie „Die erwürgende Krankheit“ oder “Würgeengel der Kinder“.
Die Erkrankung wird durch die Giftstoffe (Toxine) der Diphtheriebakterien verursacht. Die Keime kommen weltweit vor und werden von Mensch zu Mensch über Tröpfchen- oder Schmierinfektion übertragen. Nach 2 bis 7 Tagen kommt es zu Fieber und Entzündungen im oberen Atemwegsbereich (Nase, Rachen, Kehlkopf). Es bilden sich grau-weiß-gelbliche Beläge. Will man diese abstreifen, kommt es zu leichten Blutungen und der Belag nimmt eine schmutzig-braune Verfärbung an, deswegen wurde die Erkrankung Halsbräune genannt. Durch die Belagbildung auf den Stimmbändern kommt es zu Heiserkeit, bellenden Husten und Atemnot. Schwere Erstickungsanfälle sind möglich. Nach der Lokalinfektion gelangen die Diphtherietoxine in die Blutbahn. Es kann zu Kreislaufversagen, Herzmuskelentzündung und Lähmungen kommen.
Schutzmaßnahmen:
Passive Impfung mit spezifischem Antiserum und Antibiotika.
Gewährleistet ist ein Schutz bei frühzeitiger Impfung bereits im Kleinkindalter in Kombination mit der Tetanusimpfung bei gleichem Impfrhythmus.
In den westlichen Ländern ist durch die Einführung der Impfung Diphtherie eher selten geworden.
Es besteht jedoch weiterhin ein Erkrankungsrisiko duch den Tourismus.
Grundimmunisierung bei Erwachsenen
Diphtherie, Tetanus

1. Impfung Tag 0 2. Impfung 4 - 6 Wochen nach Tag 0 3. Impfung 6 - 12 Monate nach der 2. Impfung
Auffrischung alle 10 Jahre.
Es besteht die Möglichkeit einer Kombinationsimpfung
- Diphtherie mit Tetanus
- Diphtherie mit Tetanus, und Poliomyelitis (Kinderlähmung)
- Diphtherie mit Tetanus, Poliomyelitis und Keuchhusten

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