Zecken können durch den Stich die Borrelien, benannt nach dem französischen Bakteriologen Borrel, übertragen.
Das Krankheitsbild der Borreliose kann sehr vielschichtig sein. Die Zecke überträgt die Bakterien erst ca. 12 – 24 Stunden nach dem Stich. Es kommt zur lokalen Infektion (Wanderröte), frühestens nach 2 Wochen später über den Blutweg zum Befall von Haut, Gelenken, Gehirn und Herz. Tatsächlich kommt es nur bei etwa 0,3 bis 1,4 Prozent der gestochenen Menschen zu einer Krankheit. Bei einer diagnostizierten Erkrankung wird mit Antibiotika behandelt.
Eine Impfung ist nicht möglich.
Schutz vor Zeckenstichen
Geschlossene und helle Kleidung, lange Hosen und feste Schuhe, Kopfbedeckung bei Kindern. Nach Aufenthalten in typischen Zeckengebieten den Körper sorgfältig auf Zecken untersuchen. Bevorzugte Stellen sind Kniekehlen, Leistenbereich, Bauchnabel und Achselhöhlen; bei Kindern besonders Kopf, Haaransatz, Hals und Ohren. Sofortige Zeckenentfernung wird empfohlen.
In den ersten 12 – 24 Stunden wandern keine Borrelien ins Gewebe, wenn die Zecke ungestört saugen kann. Wird die Zecke mit Benzin, Äther, Klebstoff oder Ähnlichem behandelt, erbricht sie ihren Mageninhalt und die Borrelien gelangen in die Haut. Deswegen den Hinterleib der Zecke nicht mit Fingern oder einer zu großen Pinzette quetschen.
Auf dem Markt befinden sich geeignete Hilfsmittel, z B. spezielle Zeckenpinzetten, -zangen oder –karten. Stichstelle etwa 4 Wochen lang beobachten.
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Die Zecke kann sowohl die FSME als auch die Borreliose übertragen.
Die Meningitis/Enzephalitis (gr. meninx, meningos Hirn- und Rückenmarkshaut, gr. enkephalos Gehirn) wird durch Viren verursacht, die durch einen Zeckenstich (infizierte Zecke) sofort übertragen werden. Bevorzugter Lebensraum der Zecken sind Gebiete mit hoher Luftfeuchtigkeit, Laub- und Mischwälder, Sträucher, Waldränder, Flusstäler. Zecken sind bereits bei 7° C aktiv und halten sich in niedriger Vegetation ( bis 1,5 m Höhe) auf, sie fallen nicht von den Bäumen. Risikogebiete in Deutschland werden vom RKI (Robert-Koch-Institut) festgelegt.
Nach einem Zeckenstich kommt es etwa 1 – 2 Wochen später zu einer grippeähnlichen Erkrankung (Sommergrippe), wie Kopf- und Gliederschmerzen, Fieber und Schnupfen.
Nach einer fieberfreien Zeit kann es zur Entzündung der Hirnhäute, des Gehirns oder des Rückenmarkes kommen. In dieser 2. Phase leiden Patienten unter hohem Fieber bis 40° C, Kopfschmerzen, Bewusstseinsstörungen und Lähmungen, welche sich zum Teil erst nach Jahren, und evtl. auch nur unvollständig zurückbilden.
Bei einer FSME-Infektion können nur die Symptome behandelt werden, ein sicherer Schutz ist nur durch die vorbeugende Impfung gewährleistet.
Grundimmunisierung bei Erwachsenen
1.Impfung Tag 0 2. Impfung 1 – 3 Monate nach Tag 0 3. Impfung 9 – 12 Monate nach der 2. Impfung Auffrischung abhängig vom Alter 3 – 5 Jahre.
Bei dem Schnellschema sind die Impfabstände der Grundimmunisierung kürzer und der Impfschutz besteht innerhalb von 3 Wochen. Bei Kindern kommen spezielle Impfstoffe zur Anwendung.
Schutz vor Zeckenstichen
Geschlossene und helle Kleidung, lange Hosen und feste Schuhe, Kopfbedeckung bei Kindern.
Nach Aufenthalten in typischen Zeckengebieten den Körper sorgfältig auf Zecken untersuchen. Bevorzugte Stellen sind Kniekehlen, Leistenbereich, Bauchnabel und Achselhöhlen; bei Kindern besonders Kopf, Haaransatz, Hals und Ohren. Sofortige Zeckenentfernung wird empfohlen.
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